Die 3 goldenen Regeln, wie du deinen KollegInnen erzählst, dass du dein Leben auf den Kopf stellst

Hast du gerade beschlossen, deinen Job zu kündigen, um deinem Herzensprojekt nachzugehen? Hast du entschieden, dass es besser ist, dich von deinem Partner/in oder sogar Ehepartner/in zu trennen? Oder hast du den Plan, dich mal richtig um dich selbst zu kümmern und dir eine Auszeit zu gönnen - sei es in einer Klinik, einer Reha oder ein Sabbatical?


Doch wie erzählst du deinem Umfeld davon? Familie, Freunde, Kollegen...du hast schon beim Gedanken daran Bauchschmerzen. In diesem Artikel geht es um die drei goldenen Regeln im Umgang mit deinen Kollegen und wie du dich am besten vor negativen Reaktionen schützen kannst.


Aber erstmal - sei stolz auf dich!


Du kannst dir hier und jetzt schon mal direkt auf die Schulter klopfen und stolz auf dich sein! Diese Schritte, diese Entscheidungen sind absolut nicht leicht und noch weniger selbstverständlich. Sie zeigen, dass du unglaublich stark und mutig bist und auf dich aufpasst.


Fürs Erste darfst du dieses Gefühl für dich ganz allein genießen, dich davon durchströmen lassen und in Gedanken davon träumen, welche Türen deine Entscheidung für dich wohl öffnen mag. Meistens sind es mehr als du denkst und komplett andere, als du dir vielleicht im ersten Moment vorstellen kannst.


Genieße diese erste Phase nach der Entscheidung ganz für dich allein oder nur mit ausgewählten Herzensmenschen, die an der Entscheidung direkt beteiligt waren. Dieser Moment gehört nur dir!


"Das muss ich doch allen erzählen! Oder nicht?"


Aber irgendwann schleicht sich das Pflichtbewusstsein an, dass dein Umfeld davon erfahren muss. Familie, Freunde und Kollegen - du kannst es ja nicht ewig geheim halten. Deine KollegInnen siehst du jeden Tag, verbringst vermutlich viel Zeit mit ihnen. Sie alle haben ein Recht, zu wissen, woran sie sind.


Wie werden sie wohl reagieren? Du wappnest dich innerlich schon mal auf Gegenwind, fährst die Mauern hoch, legst dir Argumente zurecht.


Aber Stopp! Wer hat das eigentlich bestimmt? Wer sagt, dass du es direkt allen erzählen musst? Richtig, niemand! Du musst erstmal gar nichts. Du darfst das selbst entscheiden, womit wir zur ersten der drei goldenen Regeln kommen.


Du bestimmst den Zeitpunkt


Nirgendwo steht geschrieben, dass du alle auf dem aktuellen Stand halten musst. Dass alle ein Recht haben, auf dem Laufenden gehalten zu werden. Nein, wann du was von dir preis gibst, ist allein dir überlassen. Übrigens nicht nur in dieser Situation, das gilt generell. Immer.


Also klar, wenn es darum geht, deinen Job zu kündigen, sollte dein Chef es ab einem gewissen Zeitpunkt erfahren - logisch. Aber auch dann noch kannst du ihn bitten, dem restlichen Team erstmal nichts zu sagen. Du allein darfst diesen Zeitpunkt bestimmen und dann mit deinen News rausrücken. Wird diese Privatsphäre nicht gewahrt, hast du eine Bestätigung mehr, dass es die richtige Entscheidung ist, zu gehen.


Geht es um private Veränderungen, liegt es einzig und allein in deiner Hand. Du bist niemandem Rechenschaft schuldig und du allein entscheidest, wem du was wann anvertraust. Und wenn das wann ein nie oder in einem Jahr bedeutet, ist auch das völlig in Ordnung. Hab da selbstbewusst ein gutes Gewissen, wenn du deine privaten Informationen gut hütest.


Jetzt aber raus mit der Sprache!


Jetzt hast du dir die Zeit genommen und bist bereit, deine Neuigkeiten zu teilen. Möglicherweise hat der ein oder andere schon geahnt, dass es da etwas zu erzählen gibt.


Wenn es um Veränderungen und "Klatsch" geht, sind ja leider viele Menschen direkt vorne mit dabei. Oft aus den falschen Gründen wie Sensationsgier und einer ungesunden Neugier. Sie stehen schon in den Startlöchern, um jede Info auseinanderzunehmen. Und natürlich ist hier jede Info bis in kleinste Detail herzlich willkommen.


Aber nein, auch hier kannst du mit bestem Gewissen ganz genau für dich entscheiden, was du preisgibst und was nicht. Mach dir da am besten vorher Gedanken drüber, damit du ganz klar bist in deinem Auftreten. Und lass dir kein schlechtes Gewissen einreden, wenn bei, in ihren Augen, "zu wenig Informationen" eine gewisse Enttäuschung oder sogar eine Forderung im Raum hängt.


Nein, dein Leben, deine Entscheidung.


Eine negative Reaktion? Sieh sie als Kompliment!


Last but not least. Wie gehst du mit Reaktionen um, wenn du mit den ersten zwei goldenen Regeln nun Neuigkeiten preisgegeben hast?


Vermutlich hat da jeder erstmal die negativen Reaktionen im Kopf. Gegenwind, Unverständnis, Kopfschütteln. Ja, das kann passieren.


Halte dir in diesen Situationen immer vor Augen, dass dein Gegenüber nicht alle Details kennt. Er kennt nicht alle Gründe, die ganze Geschichte, deine ganz persönliche Motivation, warum du genau jetzt diesen Schritt gehst. Und das darfst du genau so kommunizieren. Ohne eine Erklärung zu liefern darfst du höflich darum bitten, deine Entscheidung zu akzeptieren. Du hast deine Gründe und alles gut durchdacht. Fertig.


Ein weiterer Grund kann sein, dass dein Gegenüber Teile deiner Geschichte auf sich projiziert. Vielleicht geistert das, was du tust, schon lange in seinem/ihrem Kopf herum und jetzt kommst du und hast es umgesetzt. Völlig unwissentlich hältst du hier einen Spiegel vor, der nicht immer gut aufgenommen wird.


Sieh es als Bestätigung, dass du das Richtige tust! Sieh es als Kompliment! Du hast es geschafft und hast dich bereits auf den Weg gemacht.


Genau so darfst du aber auch den positiven Reaktionen bewusste Beachtung schenken. Meist bekommen 2 negative Reaktionen mehr Raum als 10 positive. Das ist ein weit verbreitetes Phänomen, aber du hast es in der Hand und darfst für dich entscheiden, was bei dir mehr Raum und Beachtung bekommt.


Ja, die negativen kosten mehr Kraft. Dafür spenden die positiven unglaublich viel Energie und Glück, wenn du sie lässt. Lass dich davon durchfluten, reagiere gelassen und völlig bei dir auf die negativen, und nehme die restliche Energie und das Glücksgefühl mit nach Hause.


Fazit


Dein Leben, deine Entscheidung, dein Tempo und deine Informationen.

Und je mehr du völlig bei dir bist, negative Glaubenssätze erkennst und bearbeitest, deine Blockaden löst, lernst, mit deinem Bauchgefühl zu kommunizieren, und auf dieser Basis anfängst, die ersten Entscheidungen für DEIN Leben zu treffen, wird dir auch der Umgang mit den Reaktionen von außen immer leichter fallen. Du bekommst ein Gefühl dafür, wie du wann was kommunizierst und weißt die Reaktionen immer besser einzuordnen.


Dein Leben, deine Entscheidung!





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